Das Wichtigste in 1 Minute
- Das BORA X Pure Max ist BORAs neues Kochfeld mit integriertem Abzug: fünf Kochzonen und, für mich die eigentliche Neuheit, optionale Knebel.
- Bisher gab es Knebel bei BORA nur in der teureren Professional-Serie.
- Die Knebel sitzen in einer festen Blende unter der Arbeitsplatte und gehören von Anfang an in die Planung.
- Es ist so groß wie das X Pure und braucht wie dieses einen Unterschrank ab 90 cm Breite.
- Im Alltag getestet hat Kolev das X Pure Max noch nicht. Wie sich die Knebel anfühlen, ist offen.
Rusi KolevArchitekt & Gründer
Immobilienökonom (ebs)
Stand: Oktober 2026Rusi Kolev, Architekt (AKH)Lesezeit: rund 5 Minuten
Fragen in diesem Beitrag 15
Transparenz: BORA ist einer unserer Gerätepartner, das X Pure Max liefern wir nur zusammen mit unseren Küchen. Technik und Maße stammen aus BORAs Planungsunterlage und Produktübersicht 2027, der Rest ist meine Meinung.

Nasse Hände und Touch
Ich koche nicht am Stück. Während etwas köchelt, spüle ich, räume die Spülmaschine ein und wische die Arbeitsplatte ab. Wer meinen Beitrag zum BORA Dish kennt, kennt die Macke. Meine Hände sind beim Kochen also oft nass. Und mit nassen Fingern auf einem Touchfeld die Hitze runterzuregeln, nervt mich jedes Mal.
Ich bin da ein bisschen altmodisch: Am liebsten drehe ich an einem Knebel. Den bediene ich auch mit nasser Hand, ohne erst ein Handtuch zu suchen.
Warum ich trotzdem mit BORA plane
Das BORA X Pure finde ich ein großartiges Kochfeld, vor allem wegen der Absaugung, und genau die ist mir wichtig. Für meine eigene Küche hätte ich es trotzdem nicht gekauft, wegen der Touch-Bedienung. Knebel hatte BORA bisher in der Professional-Serie, als Set mit Flächeninduktion kostet sie bei uns rund 5.300 €. Ich habe Küchen damit geplant, für mich selbst ist mir das zu viel.
Wenn Kunden Knebel wollten, habe ich deshalb bisher entweder auf die Knebel verzichtet oder Kochfelder anderer Hersteller eingeplant. In letzter Zeit plane ich aber nur noch mit BORA, einfach wegen der Qualität, und die merkt man erst, wenn man täglich damit kocht. Mit dem X Pure Max kann ich jetzt endlich Knebel anbieten, ohne gleich zur Professional greifen zu müssen.

Was das X Pure Max kann
Größer als das X Pure ist es nicht: Beide messen 83 x 51,5 cm, passen in Unterschränke ab 90 cm Breite und in denselben Ausschnitt der Arbeitsplatte. Neu sind drei Dinge:
- Eine fünfte Kochzone hinten in der Mitte, über der runden Einströmdüse: 14 cm Durchmesser, 900 W. Für Nudelwasser ist sie zu klein, für den Soßentopf, die Milch oder den Espressokocher genau richtig. Die vier großen Flächeninduktionszonen mit je 23 x 23 cm bleiben.
- Optionale Knebel: fünf beleuchtete Drehknebel, einer je Kochzone. Weiß heißt aus, rot heißt an, schwach rot heißt Restwärme. Das Touchdisplay bleibt, die Knebel kommen dazu.
- Mehr Automatik: Mit BORAs Assist-Kochgeschirr kennt das X Pure Max acht Assist-Funktionen, darunter Pasta, Simmern und Coffee, das X Pure nur Fry und Boil.
Dafür hat das X Pure Max laut BORA kein WLAN und kein Bluetooth, eine App-Anbindung wie beim X Pure gibt es nicht. Mich stört das nicht.

Wo die Knebel sitzen
Die Knebel sitzen nicht im Glas, sondern vorne in einer festen Blende unter der Arbeitsplatte, alle fünf nebeneinander. Die Blende muss mindestens 10 cm hoch sein. Stauraum kostet das kaum, denn direkt unter dem Kochfeld steckt ohnehin das Gerät, knapp 20 cm hoch. Darunter bleiben Schubladen möglich.
Zwei Dinge legen wir dafür in der Planung fest: Der Ausschnitt für das Kochfeld muss mindestens 5 cm hinter der Vorderkante der Arbeitsplatte beginnen, und gebohrt wird die Blende, bevor das Kochfeld eingebaut ist. Knebel später nachzurüsten heißt also: Kochfeld wieder ausbauen oder eine neue Blende.
Was es kostet
Das X Pure Max hat eine UVP von 4.629 € inklusive MwSt., in unseren Küchen kostet es 3.009 €. Die Knebel kommen dazu: UVP 1.059 €, bei uns 688 €. Zusammen sind das 3.697 €, rund 1.600 € weniger als die Professional mit Flächeninduktion.
Die LED-Anzeige, die der Knebel der Professional 3.0 hat, fehlt hier, beim X Pure Max zeigt nur die Farbe, ob eine Zone an ist. Mir war diese Anzeige sowieso ein bisschen zu viel. Das X Pure Max mit Knebeln wirkt wie ein gutes Angebot, günstig ist es trotzdem nicht.
Für wen das X Pure Max passt
- Passt: wer beim Kochen nebenbei spült und lieber dreht als tippt, und wer BORAs Absaugung will, ohne den Preis der Professional.
- Reicht auch das X Pure: wer gern tippt und die App nutzen will. Das X Pure hat dieselbe Größe, BORA Connect und kostet weniger.
- Passt nicht: Unterschränke unter 90 cm. Die kleineren Geschwister der Pure-Familie passen in 80 oder 60 cm, haben aber keine Knebel.
Mein Fazit
Mit dem X Pure Max bekomme ich zum ersten Mal BORAs Absaugung und Knebel, ohne zur Professional greifen zu müssen. Es wirkt wie ein gutes Angebot, aber günstig ist es nicht. Wie sich die Knebel im Alltag anfühlen, erzähle ich, sobald ich selbst damit gekocht habe.
Das X Pure Max gibt es bei uns
Das BORA X Pure Max und die Knebel finden Sie bei unseren Küchengeräten. Kaufen Sie beides zusammen mit einer Küche bei uns, gilt wie bei jedem BORA-Gerät unsere Architektenkondition, ohne eigenen Aufschlag. Auch Verbrauchsteile wie den Geruchsfilter bekommen Sie bei uns zur Architektenkondition.
Häufig gestellte Fragen
Ist das BORA X Pure Max größer als das X Pure?
Nein. Beide messen 830 x 515 x 199 mm (Breite x Tiefe x Höhe) und brauchen einen Unterschrank ab 90 cm Breite. Auch der Ausschnitt ist laut BORA gleich: flächenbündig 834 x 519 mm, aufgesetzt 810 x 495 mm.
Was kann die fünfte Kochzone?
Sie sitzt hinten in der Mitte, hat 140 mm Durchmesser und 900 W, in der Powerstufe 1.350 W. Zum Vergleich: Die vier großen Zonen haben je 230 x 230 mm und 2.100 W, in der Powerstufe 3.000 W. Die kleine Zone ist für kleine Töpfe gedacht, für Soße, Milch oder den Espressokocher, mit Assist-Kochgeschirr auch für die Funktion Coffee.
Wo und wie werden die Knebel eingebaut?
In einer festen Blende unter der Arbeitsplatte, 5 bis 20 mm stark und mindestens 100 mm hoch. Jeder Knebel braucht eine Bohrung von 100 mm, die Knebelmitte liegt mindestens 70 mm unter der Oberkante und mindestens 50 mm unter der Unterkante der Arbeitsplatte. Der Kochfeldausschnitt muss mit Knebeln mindestens 50 mm hinter der Vorderkante beginnen, und gebohrt wird vor dem Einbau des Kochfelds. Das Set enthält fünf Knebel, Kabel und eine Bohrschablone.
Wie stark ist die Absaugung?
Laut Produktdatenblatt der Abluft-Variante bis 531 m³ pro Stunde auf der höchsten Normalstufe und 590 m³ in der Powerstufe, mit 98 Prozent Fettabscheidung (Klasse A) und Energieeffizienzklasse A+. In der Umluft-Variante hält der Geruchsfilter laut BORA 150 Betriebsstunden, also etwa ein Jahr, und wird von oben durch die Einströmöffnung gewechselt.
Was unterscheidet das X Pure Max von der BORA Professional 3.0?
Die Professional ist ein modulares System: Abzug und Kochfelder werden einzeln kombiniert, auch mit Gas oder Tepan-Grill, die Kochfelder sind 540 mm tief, und jeder Knebel hat eine Touchfläche mit LED-Anzeige. Das X Pure Max ist ein kompaktes Kochfeld mit eingebautem Abzug, die Knebel zeigen den Zustand nur über die Farbe. Für die Professional 3.0 nennt BORA den 16. April 2027 als letzten Bestelltermin, eine neue Generation ist angekündigt.
Was kostet das BORA X Pure Max?
Die UVP liegt bei 4.629 € inklusive 19 Prozent MwSt., gleich für alle vier Varianten (glänzend oder matt, Abluft oder Umluft). Die Knebel kosten 1.059 € UVP. Zusammen mit einer Küche von uns zahlen Sie 3.009 € für das Kochfeld und 688 € für die Knebel.
Nächster Schritt: das Erstgespräch
Wenn Sie überlegen, ob Knebel, Touch oder ein ganz anderes Kochfeld zu Ihrer Art zu kochen passt, sprechen wir darüber im Erstgespräch: direkt mit dem Architekten, 45 bis 60 Minuten, für Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet.